Im Juli konnten wir endlich wieder eine Bildungsreise durchführen, diese mal ging es mit einer Gruppe junger Menschen auf die Spuren der NS-Verbrechen ins sogenannte „Sudetenland“.
Ausgangspunkt war ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Groß-Rosen. Neben einer eindrücklichen Führung durch das Gelände, in der wir erfuhren wie das Lager entstanden war und welche Rolle es im ökonomischen System der Nationalsozialisten spielte gab es anschließend noch eine Filmvorführung in der Gedenkstätte über die Erfahrungen von überlebenden ehemaligen Gefangenen.
In den darauffolgenden Tagen wurden die Situation von Frauen in der Zwangsarbeit in der Region, die Geschichte der jüdischen Bevölkerung, der Völkermord an Sintize und Roma, die Situation queerer Menschen und der Widerstand gegen die NS-Herrschaft thematisiert. Dabei stellten sich auch immer wieder Unterschiede zwischen den Erinnerungskulturen von Polen und Tschechien im Gegensatz zu Deutschland heraus.
